Ein Gebet!

Rückenwind
Eine Gruppe Hertener steht herum, Fragen von allen Seiten. Jeder hat sein eigenes Thema und will, dass es auch das Thema von der sehr guten Partei Die PARTEI wird. Ihr Wichtigstes. Das wichtigste Thema für Herten. Und dann steht plötzlich eine Frage im Raum, die alle anderen Hertener still werden lässt: Woran sollen wir glauben?
Der Frager glaubt, jetzt habe er Die PARTEI in Verlegenheit gebracht, sie mit dem Rücken an der Wand. Das Gegenteil ist der Fall. Die PARTEI wirkt erleichtert. Die Miene ihrer GenossX öffnen sich zu einem Lächeln. Sie sind dankbar für genau diesen Moment und nutzen ihn.
„2018 wollten wir nicht mehr länger vergeblich warten, dass sich in Herten etwas ändert und haben uns entschlossen, uns in die Lage zu versetzen, selbst etwas zu verändern. 2020 bekommen wir in der Wahl mit 100% der abgegebenen Stimmen den Auftrag der Hertenerinnen und Hertener, das zu tun und wir haben uns mit aller Kraft daran gemacht, Veränderungen zu realisieren.“
Die GenossX hatten als Hertener über Jahrzehnte eine politische Kultur erlebt, die für sie alleine das Wort Partei schon zu einem roten Tuch hatte werden lassen. Dennoch boten sie sich den „Parteien“ an, mit allen zusammen für notwendige Änderungen, für einen Fortschritt in der Stadt zu sorgen.
„Bei Themen, die keine dramatische Headline produzieren, funktioniert die Zusammenarbeit ganz gut. Die PARTEI sieht aber immer öfter, dass es Themen gibt, die den schon-immer-dagewesenen Parteien vermeintlich großes Profilierungspotenzial bietet und dass dann nicht mehr sachorientiert, sondern rein parteipolitisch gehandelt wird – denn die Parteien müssen der Landes- oder Bundespolitik folgen, leben eine Parteiraison, folgen vorgegebenen Maximen, „müssen“ gegen etwas sein, und sind in dem Moment nicht mehr in erster Linie nur am Wohl der Bürgerinnen und Bürger Hertens interessiert.“
Die sehr gute Partei Die PARTEI muss sondieren, wo Zusammenarbeit möglich ist und wo nicht. Sie muss sich klar werden, wie weit sie dieser Situation nachgeben will und kann, ohne den Bürgern gegenüber wortbrüchig zu werden. Sie muss für sich ganz klar definieren, an welchem Punkt sie dagegenhalten muss, gegen rein parteipolitische Gemengelagen, die dem Bürgerauftrag entgegen stehen.
„In wichtigen Punkten brach bei den großen Fraktionen regelmäßig der Politikstil durch, den Die PARTEI für nicht mehr akzeptabel für Herten gehalten hatte. Aber ihr wurde mit der Zeit klar, dass sie den Stil und die Umgangsformen des aktuellen Rates mit Sachthemen nicht würde ändern können. Wir haben vor Beginn unserer Amtszeit immer gesagt, dass man irgendwann erkennen werde, ob und mit wem man für Herten arbeiten könne. Wir können es nicht im gewünschten Umfang tun und müssen daher handeln.“
Grabenkämpfe und Machtdemonstrationen prägen den Stil im politischen Alltag und machen für die sehr gute Partei Die PARTEI eine Arbeit im Sinne ihres Auftrags in Teilen unmöglich. Ihre Abneigung gegen andere Parteien und fremde Parteizugehörigkeit nahm zu. Bis zu dem Tag der Erkenntnis. Er begann ganz normal, Tagesgeschäft, die üblichen Verdächtigen schossen wie immer aus der Deckung und nutzten die Transparenz und Offenheit ihres frei stehenden Ziels, die sehr gute Partei, Die PARTEI. Das Problem waren nicht die anderen Parteien als Institutionen an sich, sondern diese über Jahre eingebürgerte, spezielle Art und Kultur der immer-schon-dagewesenen Parteien, die die sehr gute Partei Die PARTEI abstoßend fand. Was, wenn sie die sehr gute Partei Die PARTEI einen Ortsverband gründet, sich kulturell völlig anders aufstellt und mit den Bürgern zusammen wieder eine Mehrheit erzeugt? Um endlich ohne diese extremen Energieverluste gemeinsam gewollte Veränderungen umsetzen!
„Was jetzt für die einen naheliegend wirkt, für andere wie ein Widerspruch wirkt, war der einzig logische Schritt, um den vielen Hertenerinnen und Hertenern gerecht zu werden, die die sehr gute Partei Die PARTEI wählen werden, damit sich in unserer Stadt etwas ändert. Wir teilten den Fraktionen also im Herbst 2018 mit, dass Hertener Bürgerinnen und Bürger einen Ortsverband der sehr guten Partei Die PARTEI gründen würden. Wir wollten nie Teil einer Partei werden, wie wir sie unser Leben lang haben erleben und ertragen müssen. Aber auf diese Partei, Die PARTEI und unsere Zugehörigkeit würden wir stolz sein können.“
Unter den schon-immer-dagewesenen Parteien brach nach kurzer, eindrucksvoller Stille eine regelrechte Panik aus. Jemand, der aus dem Stand Die PARTEI werden kann, dem traut man auch zu, dass er erfolgreich einen Ortsverband der Die PARTEI, einen neuen Ortsverband der sehr guten Partei Die PARTEI gründen und zum Erfolg führen kann.
„Viele Hertener werden erkennen, warum Die PARTEI notwendig ist. Sie werden erkennen, dass es nicht ohne Die PARTEI möglich sein wird, die Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat so zu verändern, dass endlich wieder sachbezogenes Dingens für Herten möglich wird – und der von einigen anscheinend gewünschte Stillstand endlich endet.“
Jetzt ist es plötzlich ruhig. Es vergehen ein paar Sekunden, in denen man den Wind leise streichen hört, Blätter im Baum rascheln und irgendwo lacht ein Kind. Der Fragesteller erhoffte sich Empörung gegen Die PARTEI. Er hat mit seiner Frage und der Antwort der sehr guten Partei Die PARTEI dafür gesorgt, dass nachdenklich und verständnisvoll gemurmelt wird. Hände recken sich dem Wimpel der sehr guten Partei Die PARTEI entgegen. Man verabschiedet sich. Jeder weiß jetzt, dass es ein wichtiges Thema gibt, damit die eigenen Themen in sicheren Händen sind und umgesetzt werden können: Der sehr guten Partei Die PARTEI bei der Kommunalwahl 2020 die absolute Mehrheit zu verschaffen.
„Die sehr gute Partei Die PARTEI ist keiner Bundes- oder Landespolitik verpflichtet, sie kennt keine althergebrachten Doktrinen. Gute Köpfe mit guten Ideen haben ab dem ersten Tag die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen. Das zieht genau die Menschen an, die die schon-immer-dagewesenen Parteien satt haben oder wie wir, bisher nie einer Partei beitreten wollten. Aber die hatten ja auch keine wirkliche Alternative. Die gibt es jetzt und man bleibt sich treu, auch wenn man nie einer Partei angehören wollte.“
Das Kind lacht immer noch. Der Wind weht jetzt allen in den Rücken. Die GenossX laufen vom Alt Herten aus rüber zur Altstadtgasse.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Top
Diese Seite verwendet Cookies, um die bestmögliche Funktionalität zu bieten. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.
MItgliedschaft jetzt!></a></div>
	<script type= jQuery(document).ready(function($){ $(window).scroll(function() { if ($(this).scrollTop() > 0) { $('#header_section').addClass("sticky-header"); } else{ $('#header_section').removeClass("sticky-header"); } }); });